Rund ums Ei

Ein Ei gleicht dem anderen – diese Aussage ist längst überholt. Es existieren große und kleine, braune und weiße, konventionell und ökologisch produzierte Eier. Dazu ergeben sich noch folgende Fragen: Welches Futter bekommen die Hühner? Wie viel Auslauffläche haben sie? Warum unterscheiden sich die Eier im Preis?

 

Warum sind Bio-Eier teurer?

Rund die Hälfte der Kosten eines Eis entstehen durch das verwendetete Futter. Bei den Verbänden Biokreis, Bioland, Demeter und Naturland muss mindestens die Hälfte des Futters vom eigenen Betrieb oder aus einer regionalen Kooperation stammen. Einfacher haben es hier EU-Bio-Betriebe: Diese dürfen Futter von allen Bio-Betrieben kaufen. In der konventionellen Haltung schlussendlich bestehen so gut wie keine Einschränkungen bei der Auswahl. Ein weiterer Kostenfaktor ist der Platz, den die Hühner zur Verfügung haben: Bei Bioland z. B. dürfen höchstens sechs Tiere pro m² begehbarer Stallfläche gehalten werden. In der konventionellen Haltung dagegen sind bis zu 12,5 Tiere auf einem m² erlaubt.


Der Stempel auf dem Ei

Gesetzlich vorgeschrieben ist der Stempelaufdruck auf den Eiern. Mit Hilfe dessen lässt sich die Haltung, das Herkunftsland und der Legebetrieb erkennen. Die erste Ziffer steht dabei für die Haltungsform: 0 steht für ökologische Erzeugung, 1 steht für Freilandhaltung, 2 für Bodenhaltung und 3 für Kleingruppenhaltung. Das Buchstabenkürzel verrät das Herkunftsland. Die darauf folgende Nummer letztendlich den Betrieb.

 

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Eier werden in die folgenden vier Gewichtsklassen eingeteilt:
Gewichtsklasse S: weniger als 53 Gramm
Gewichtsklasse M: 53 bis 63 Gramm
Gewichtsklasse L: 63 bis 73 Gramm
Gewichtsklasse XL: 73 Gramm und mehr

Tipp: In Rezepten wird meist von Eiern der Gewichtsklasse M ausgegangen.

Die Größe der Eier hängt hauptsächlich von der Hühnerrasse und dem Alter ab. Ältere Hühner legen größere Eier als junge.

 

Eierfarbe – braun und weiß

Die Eierfarbe hängt von der Ohrscheibe der Legehenne hab. Ist diese weiß, legt die Henne meist auch weiße Eier. Bei braunen Eiern ist die Ohrscheibe dagegen meist rot.


Eigelb – FarbetrauBio-Eigelb

Die Farbe des Eigelbs richtet sich nach dem Futter der Tiere. Da sich Verbraucher meist ein kräftiges orangefarbenes Eigelb wünschen, mischen konventionelle Erzeuger oftmals Farbstoffe ins Futter. Bio-Erzeuger nutzen hierfür ausschließlich natürliche Futterzusätze wie Karotten und Mais.


Aufbewahrung und Haltbarkeit

Bis maximal 18 Tage ab dem Legedatum dürfen Eier ungekühlt gelagert werden. Danach eignet sich zur Aufbewahrung der Kühlschrank am besten. Ob hierbei das Eierfach oder der komplette Eierkarton genutzt wird ist nebensächlich. Sobald Sie die Eier aber einmal in den Kühlschrank getan haben, dürfen Sie diese nicht mehr ungekühlt lagern. Dies hängt mit dem natürlichen Immunschutz der Eier zusammen. Einmal gekühlt, wirkt dieser nicht mehr. Die Haltbarkeit können Sie dem aufgedruckten Mindesthaltbarkeitsdatum entnehmen.


Haltbarkeitstest selbst durchführen

Auch nach Ablauf des Mindesthaltbarkeitsdatums kann das Ei noch genießbar sein. Zum Testen gehen Sie wie folgt vor: Füllen Sie ein Glas voll mit Wasser und legen Sie anschließend das Ei hinein. Sinkt es zu Boden und bleibt flach liegen, ist es noch frisch. Richtet es sich etwas auf, ist es wahrscheinlich noch nutzbar. Es sollte sicherheitshalber aber nur noch zum Kochen und Backen verwendet werden. Damit eventuell enthaltene Keime absterben, muss das Ei auf mindestens 70 Grad Celsius erhitzt werden. Sollte das Ei bei diesem Test aber oben schwimmen, raten wir zur Vorsicht. Laut Bundesverband Deutsches Ei e.V. sollten Sie es dann nicht mehr essen.

 

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Eier und Gesundheit

Eier enthalten viele Nährstoffe wie Vitamin A (gut für die Augen), Vitamin B1 und Vitamin B2 (gut für die Nerven). Nach aktueller Forschung gibt es für die Behauptung, dass Eier einen hohen Cholesterin-Gehalt haben, keine wissenschaftlichen Erkenntnisse.


Eier natürlich färben

Wenn Sie Eier natürlich färben wollen, ist Kochwasser von Spinat, Kohl (grün), Rote Beete, Rotkohl (rot bis lila) und Zwiebeln (braun) geeignet. Gelb werden die Eier durch Karotten, blau durch Holundersaft. Die Eier werden so zwar biologisch gefärbt, allerdings sind die Farben nicht so kräftig wie die handelsüblichen Farben aus dem Supermarkt.

 

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Schmecken Bio-Eier besser?

Dies ist eine Frage des individuellen Geschmacks. In einer Stichprobe des NDR-Magazins Markt, schmeckten den Teilnehmern die Eier aus Demeter-Produktion am besten.

Für den Verantwortungsbewussten Verbraucher zählt letztendlich aber auch die Lebensqualität der Tiere. Und die ist bei Bio-Haltung in der Regel viel besser.

Wir empfehlen Ihnen Eier vom Öko-Geflügelhof Markus Winkelmann. Mit unserem 360° Panorama Rundgang können Sie sich selbst von den Lebensbedingungen der Hühner überzeugen. Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Erkunden des Hofes.

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